Graubünden - Culture of Construction

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Kapelle St. Maria

Acletta | 7180 Disentis/Mustér
Von Pilastern und Gesimsen gegliederter Barockbau von 1670, mit zweijochigem Schiff, zwei östl. Seitenkapellen und Chorquadrat; offener Dachreiter; Rest. 1984–88. Innen ionisierende Pilaster und Kreuzgewölbe; in den Seitenkapellen Tonnengewölbe mit massigem Stuck ital. Gepräges. Malereien an Gewölbe und Fries 1731 von Johann Jakob Rieg.

Prunkvoller dreiteiliger Choraltar um 1670–80, mit Rokokozierat bereichert um 1760–70; Hauptgemälde mit Darstellung der Immakulata um 1655 von Carlo Francesco Nuvolone nach Murillo, das bedeutendste Barockbild in Graubünden; das Gemälde der hl. Familie im Aufsatz und die seitlichen Altarblätter mit den hll. Franziskus und Bonaventura stammen vom Vorgängeraltar von 1657. Seitenaltäre aus Stuck mit ital. Gemälden der hl. Anna und der Heimsuchung Mariä. In der Chorbogenleibung Bild der hl. Veronika 1605 von G. Dreher. Runde Rokokokanzel um 1760, Chorgestühl um 1670. Votivbilder 17.–20. Jh. Brüstungsorgel 1826 von Anton Sacchi.

(Kunstführer durch die Schweiz, Hg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Band 2, Bern 2005)