Graubünden - Culture of Construction

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Schloss Schauenstein

Schlossgasse | 7414 Fürstenau
Aus einem Wehrturm des 13. Jh. hervorgegangen, neuerb. als barockes Landschloss 1667–76 für die Vettern Schauenstein v. Ehrenfels, Lehensträger der Bischöfe von Chur. Nach dem Stadtbrand 1742 nur der östl. Flügel wieder herrschaftlich ausgestattet, der südl. Teil bedeutend einfacher wiederhergestellt; 1768–1941 im Besitz der v. Planta; Renov. 1910–1912 durch Schäfer & Risch.

Heute als Restaurant und Hotel genutzt. Winkelförmiger Grundriss; im O Rustikaportal 1676 mit Flachreliefs und den Initialen des Johann Rudolf und der Margareta v. Schauenstein-Ehrenfels; anstelle des ehem. Schauenstein-Wappens heute ein Planta-Wappen. Über dem Portal des W-Traktes an der S-Front Allianzwappen 1667 des Rudolf v. Schauenstein und der Emilie Molina. Treppenhaus mit skulptiertem Säulenpaar, Türgewände 1695 mit Schauenstein-Wappen. Im O-Flügel Saal mit gemalten Landschaftspanneaux nach 1742 im Rokokostil, Biedermeier-Stuckdecke wohl 1862; daneben Kabinett mit Steckborner Ofen 1729 von Daniel Meyer aus der Churer Schneiderzunft. Gartenanlage, jenseits der Strasse fortgesetzt.

(Kunstführer durch die Schweiz, Hg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Band 2, Bern 2005)

Literatur
Fürstenau - Stadt im Kleinstformat, Schweizerische Kunstführer GSK, Nr. 697, Bern 2001.