Graubünden - Culture of Construction

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Contemporary Architecture
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Verwaltungsgebäude Würth, 2002

Aspermontstrasse 1 | 7000 Chur/Cuira/Coira
HINTER DEM GLÄSERNEN VORHANG
Am Anfang stand ein kleiner Schraubenhandel in Künzelsau, einer Kleinstadt in der Nähe von Heilbronn (D). Aus diesem väterlichen Betrieb machte Reinhold Würth innerhalb von fünfzig Jahren ein Unternehmen mit 40 000 Mitarbeitern und 60 000 Produkten der Montagetechnik. Für die Konzernzentrale und den Einkauf haben die Architekten Dieter Jüngling und Andreas Hagmann einen Neubau an den Rand des Lacuna-Quartiers gestellt. Gläserne Lamellen überziehen die drei Obergeschosse gleichmässig und bilden einen Vorhang, der sich dem Stand der Sonne anpasst. Die leichte Verschiebung der Geschosse zueinander bricht den homogenen Baukörper und definiert unter den ausladenden Geschossdecken den Eingang. Hinter der einheitlichen Fassade befinden sich drei fast identische Bürogeschosse mit Grossraumbüros an den Längsseiten und kleineren, mit Glas abgetrennten Räumen an den Stirnseiten. Das Herz des Gebäudes ist das über vier Geschosse reichende Atrium. Im Gegensatz zum kühlen Äusseren prägen warme Materia-lien das Innere, so die hölzerne Brüstung und die Kassettendecke beim Atrium oder der Teppich in den Büros. Das Verwaltungsgebäude ist jedoch nicht nur Arbeitsort für 260 Menschen, sondern auch Kulturort: Im Erdgeschoss, in dem auch die Sitzungszimmer liegen, finden Kunstausstellungen aus Reinhold Würths Sammlung statt, und das Restaurant ist für alle offen.
(Bauen in Graubünden, Verlag Hochparterre und Bündner Heimatschutz, Zürich 2006)

Bauingenieur
Hans Rigendinger, Chur

Bauherrschaft
Würth Holding, Chur

Verfahren
Wettbewerb

Anlagekosten
CHF 40 Mio.